5.11.2025
München. Diesmal gibt es kein „Vorher“, es geht direkt los. Ich befinde mich auf dem Weg zum Flughafen und genau wie die S-Bahn bin ich verspätet mit dem Verfassen meiner Vorüberlegungen zu meinem bevorstehen Camino.
Ich habe schon gedacht, dieses Jahr würde der Jakobsweg zugunsten einer weiteren Fernreise ausfallen. Gestern vor einem Jahr (Jubiläum!) hatte ich meinen allerersten Arbeitstag bei der Lufthansa. Wie die Zeit verfliegt. Die Vorteile des vergünstigten Fliegens entdeckend wollte ich ursprünglich im Herbst noch mal nach Asien fliegen, nachdem ich im Juni schon in Südkorea war und mein Wanderpensum eigentlich im September während meines zweiwöchigen Aufenthaltes in Peru durch zwei 4-tägige Anden-Trecks bereits abgearbeitet war. Als ich anfing, mir Gedanken darüber zu machen, wohin ich denn im Herbst möchte, habe ich bemerkt, wie sehr ich meinen Camino vermisst hätte. Also hab ich beschlossen, Taiwan, Thailand und Singapur auf die Zukunft zu verschieben und mich stattdessen wieder auf die Socken durch die spanische Provinz zu machen. Ausgerechnet dieses Jahre wäre ein Ausfall auch zweifach schade gewesen, denn ich habe Jubiläum, doppeltes! Ich mache mich gerade zum zehnten Mal auf, einen spanischen Camino zu erwandern. Und: vor 10 Jahren, im Jahr 2015, hab ich mich überhaupt zum allerersten Mal auf den Weg gemacht. Wer hätte damals gedacht, was für eine Reise damit beginnt.
Was noch blieb war die Frage, wo genau ich diesmal entlang wandern will. Nachdem ich im Februar Bilbao bereist hatte, hätte ich mich durchaus für den Camino del Norte erwärmen können, aber im November? Zum Baden schon viel zu kalt. Auf die Ruta de la lana hatte ich keine Lust. Der zweite Teil ist noch einsamer als der erste und mit meinen wenigen Wandertagen kaum machbar, zumal auch noch die Anfahrt nach Cuenca und die Rückreise von Burgos aus zu Buche geschlagen hätten. Wege im südlichen Spanien mit guter infrastruktureller Anbindung: was liegt da näher als die Via de la Plata, die angeblich auch zu den schönsten Jakobswegen zählen soll?
Es geht auf direktem Wege von München nach Sevilla. Morgen schon starte ich mit der ersten Etappe und werde während der nächsten neun Tage ca. 210 km bis nach Merida laufen, wo sich die Via de la Plata mit dem Camino mozárabe verbindet, der mich vor vier Jahren bereits nach Merida geführt hat. Über Madrid geht es dann wieder zurück nach München. Vermutlich werde ich seit dem Camino portugués erstmals wieder auf eine nennenswerte Anzahl von Pilgern stoßen, denn die Plata gehört zu den bekannteren Jakobswegen. Lasst die Resozialisierung beginnen!
In the air. Der Flug ist ziemlich unentspannt: das Schreibaby vor mir plärrt ohrenbetäubend und asynchron zum als Beruhigung gedachten Gedudel des mitgebrachten… Babyradios? Der Passagier neben mir findet, dass sein Mittelplatz der ideale Ort ist, um ausladende Tageszeitungen zu studieren. Eine Katze ganz in der Nähe ist auch schon voll gestresst und miaut jedes Mal lautstark los, wenn das Schreibaby erneut ansetzt, was eigentlich alle fünf Minuten der Fall ist. Ich bin genervt. Wird Zeit, das gesellschaftliche Miteinander und zivilisatorische Aufeinanderhocken für ein paar Tage auf ein Minimum zu reduzieren.
Sevilla. Die gute Nachricht: mein Zimmer ist bezugsfertig. Die schlechte Nachricht: Bauarbeiten in unmittelbarer Nähe verhindern einen ausgedehnten Mittagsschlaf. Die zweite schlechte Nachricht: es gewittert ausgiebig, an Sightseeing ist nicht zu denken. Die zweite gute Nachricht: es gibt ausreichend überdachte Bars in direkter Nähe des Hotels und sehr leckeren Roséwein. Ich hab das zweite Glas und seit dem Frühstück nichts gegessen. Der Urlaub hat begonnen!
6.11.2025
Sevilla - Guillena (26 km inkl. Itálica)
Der Tag beginnt mit einer Führung über die Dächer der Kathedrale. Mit Bernardo war ich letztes Jahr im Februar in Andalusien, währenddessen auch zwei Nächte in Sevilla. Da haben wir uns so ziemlich alles angeschaut, was es in Sevilla anzuschauen gibt, natürlich auch die Kathedrale und die Giralda, den markanten Turm. Von oben habe ich dann gesehen, dass auf dem Dach der Kathedrale Leute im Rahmen einer geführten Tour rumkrabbeln und mir gedacht: das will ich auch machen! Seit der Umstellung auf Winterzeit gibt es leider nicht mehr die Touren am Abend, so dass ich mir schon vor Wochen die erste der beiden Touren am Vormittag gesichert habe. Sie beginnt um zehn Uhr und ist wirklich grandios! Mit meinem Ticket könnte ich mir im Anschluss noch die ganze Kirche plus Giralda sowie eine weitere Moschee anschauen. Ich verzichte auf all das, sondern marschiere zurück zum Hotel, wo mein Rucksack auf Abholung wartet, und starte gegen 11:45 Uhr endlich meinen Camino.
Der Weg raus aus der Stadt ist immer ein bisschen ätzend, in Sevilla ist er zumindest nicht übermäßig lang. Man überquert den dunkelbraunen Rio Guadalquivir und ist eigentlich draußen. Mein Reiseführer schreibt, es gäbe auch Busse nach Guillena, für all diejenigen, die abkürzen wollen. Mal ehrlich, wer beginnt denn den ersten Tag gleich mit einem riesigen Beschiss? Da kann man sich den camino auch gleich ganz schenken.
Am Fluss entlang geht es in Hörweite von Autobahn und Schnellstraße in Richtung Itálica, einem absoluten Highlight! Eine alte römische Stadt, Geburtsstätte der Kaiser Trajan und Hadrian, mit einer riesigen Arena, in der damals 25.000 Menschen Platz fanden. Ich schaue kurz am Schalter vorbei, frage nach den Öffnungszeiten und beschließe, vorher im gegenüberliegenden Restaurant erstmal zu essen. Beim Eintritt fragt der zu Scherzen aufgelegte Mitarbeiter auf Deutsch: „Personalausweis“. Ich frage, ob er das ernst meint. Jaja, denn das wäre mein Eintritt. Personen mit EU-Pass zahlen keinen Eintritt. Das ist ja toll! Ich kannte das aus Mexico City, dass Ausländer Einritte zahlen für Museen, die für Mexikaner gratis sind. Und nun komme ich selbst in den Genuss! Meinen Rucksack kann ich in Schließfächern verstauen, so starte ich meine ausgedehnte Besichtigungstour mit leichtem Gepäck.
Gegen 16 Uhr beschließe ich, dass es nun langsam wirklich Zeit wird zu gehen, schließlich fehlen mir noch mindestens 2,5 Stunden Gehzeit. Es geht die meiste Zeit mehr oder weniger immer geradeaus über Felder. Sehr schön ist es hier, Sevilla habe ich nun definitiv hinter mir gelassen. Immer wieder werde ich von Radfahrern überholt. Pilger sehe ich keine, was mich aber angesichts meines extrem verspäteten Aufbruchs nicht wirklich überrascht.
Gegen kurz vor sieben komme ich gerade noch rechtzeitig vor Einbruch der Nacht in meiner Bar/Pension an. Das Publikum in spanischen Bars ist echt oft ziemlich trashig, so auch hier. Zum Abendessen suche ich mir etwas anderes. Das Zimmer ist mit 25 Euro sehr günstig, allerdings auch sehr, nun ja, rustikal. Es verfügt über zwei kleine Fenster, eins runter zum Küchenbereich und das Badfenster geht zum Flur (!) raus. Beim Fenster-Schließen kommt mir die Stange samt Vorhang entgegen. Am Handtuchhalter löst sich ebenfalls ein Teil bei Benutzung. Neben der Tür steht ein Eimer, in den ein aus der Klimaanlage kommender Schlauch mündet. Immerhin ist es sauber und die Matratze ist erstaunlich bequem.
Ich dusche mich und mache mich auf zum Abendessen. Googlemaps zeigt mir ein paar Restaurants in unmittelbarer Nähe an. Leider hat keines der von mir favorisierten geöffnet und selbst in dem letzten in der Nähe sagt man mir: heute leider kein Essen, erst morgen wieder. Aber direkt nebenan gibt es die Bar francés, dort gibt es Abendessen bis zehn! Super, die Bar meines Hotels, in dem ich nun wirklich nicht essen wollte. Aber was hilft es. Ich bestelle einen gemischten Salat (er kommt mit Thunfisch) und Pasta (sie kommt mit Thunfisch), esse beides nicht auf, verzichte auf den Nachtisch und lege mich mit sehr flauem Magen ins Bett. Nachts um zwei wache ich auf, zum Glück geht es mir besser, mache das Licht aus und schlafe weiter.
Gegen 8 mache ich mich auf zum Frühstück. Heute sind es nur ca. 17 Kilometer, da kann ich es ganz entspannt angehen lassen. Unten ist schon einiges los, der Fernseher plärrt und die Spanier plärren noch lauter. Aber hola: man sagt andalusischen Männern nach, dass sie die heißesten sind, und hier haben sich einige Exemplare versammelt, dieses Klischee zu bestätigen. Mit solch einer Aussicht beglückt ist auch der Lärmpegel irgendwie zu ertragen.
Ich bin noch nicht mal raus aus dem Ort, da entdecke ich circa 200 Meter vor mir einen Wanderer mit Rucksack. Etwa ein Pilger? Ich habe so lange keine mehr gesehen, dass mich der Anblick dann doch irgendwie überrascht. Nach und nach nähere ich mich ihm und hole ihn letztlich ein. Andrea aus Bergamo. Er hat mich gestern beim Einlaufen in Guillena begrüßt und ich dachte mir noch: so nette Menschen hier! Dabei ist er ein Pilger. Bergamo, da ist doch Donizetti geboren! Er guckt mich an. Naja, im Sommer gibt es doch in Bergamo das Donizetti-Festival, versuche ich es nochmal. Ja kann sein, eventuell war da was. Sein Englisch ist so: er formt mit Daumen und Zeigefinger einen minimalen Abstand. Spanisch vielleicht? Er schüttelt mit dem Kopf. Meine Fragen stelle ich in beiden Sprachen, er antwortet mir auf Italienisch. Welches mein Lieblings-Fußballverein sei, der FCB? Okay, wir kommen wohl eher nicht zusammen. Neben der sprachlichen Barriere reißt uns auch die Tatsache auseinander, dass er um einiges langsamer geht als ich. Und so wünsche ich ihm bald buen camino und gehe voraus.
Es geht sehr hübsch durch alte Korkeichen. Ich fühle mich an den mozárabe erinnert. Überhaupt habe ich immer wieder Erinnerungen an zurück liegende Jakobswege, aber das ist vermutlich auch nicht verwunderlich. Am Ende des Tages ist die Landschaft im westlichen Andalusien nicht so anders als im östlichen. Ein Eichenwald gleicht dem anderen Eichenwald, ein Acker dem anderen Acker.
Ich überhole eine weitere Pilgerin, die mir zuwinkt und auf Englisch mit ebenfalls starker italienischer Einfärbung zuruft, sie brauche erstmal Stretching. Mir ist es recht, ich laufe eh am liebsten alleine. Ob es wohl unhöflich ist, wenn ich den Pilgern, denen ich begegne, einfach nur buen camino zurufe und weiter gehe? Dann hätte ich zumindest meine Ruhe vor den irgendwie immer gleichen Fragen, die mir auch Andrea stellt: Wieso kannst du Spanisch? Ist das dein erster Jakobsweg? Wieso läufst du nicht bis Santiago? Toll fände ich es, wenn mal jemand sagen würde: du bist doch Torsten, ich kenne deinen Blog!
In Rekordzeit, um 13 Uhr komme ich an meinem Hotel an. Nach einer Dusche gehe ich direkt in die Bar nebenan, sitze wunderbar auf der Terrasse, esse lecker während der Hund des Hauses hofft, dass für ihn etwas abfällt, und trinke ein Bier. Die Sonne kommt heute irgendwie nicht mehr raus, und da ich meine Fleecejacke nicht dabei habe, gehe ich irgendwann zurück ins Hotel und mache einen ausgedehnten Mittagsschlaf. Ich telefoniere mit Oma und überlege, ob ich mehr Lust auf Pizza habe, die es in der Hotelbar gibt, oder einen Salat will. Am Ende entscheide ich mich für die ungesunde Variante und schlafe früh am Abend wieder ein. Morgen steht mit 30 km eine längere Etappe bevor, da will ich fit sein.
8.11.2025
Castilblanco de los Arroyos - Almadén de la Plata (31,1 km)
Da es sowohl in meinem Hotel als auch in der Bar nebendran erst ab 8:30 Uhr Frühstück gibt, starte ich meine Etappe, die die zweitlängste bis Mérida sein wird, erst gegen halb zehn. Ich mache noch in einem Supermarkt halt, um mir Kekse und Wasser zu kaufen, dann beginnt die lange Strecke entlang der Straße. Angeblich kürzen 25 bis 40% der Pilger die Strecke ab, in dem sie sich per Taxi bis zu der Stelle fahren lassen, an der der Camino die Straße verlässt, was nach circa 17 km der Fall ist. Mein Reiseführer nennt tatsächlich die Telefonnummer des örtlichen Taxifahrers. Schon wieder so eine Beihilfe zum Beschiss! Auf jedem Jakobsweg hat man irgendwann ein längeres Stück auf Asphalt abzulaufen, so ist das eben. Die ersten 16 asphaltierten km auf der Plata sind immerhin landschaftlich sehr schön eingebettet. Wenngleich ich auch erwähnen muss, dass diese Straße hier für eine angeblich wenig befahrene Landstraße doch recht viel Verkehr aufweist.
Tatsächlich muss man schon ab Kilometer 11 nicht mehr direkt auf der Straße laufen, da ab dort ein Feldweg parallel verläuft. Ich weiß nicht, ob ich Entzugserscheinungen habe, da ich seit Tagen keine Schokolade mehr gegessen habe, aber eine Pause reicht nicht. Ich brauche nur wenige Minuten nach der ersten noch eine zweite, fühle mich buchstäblich unterzuckert, esse anstatt der zweiten Banane nun meine Vollkornkekse und trinke anstatt Wasser zuckerhaltiges Aquarius. Ich sitze noch eine Weile rum, bis ich mich energetisch genug fühle um weiter zu laufen, überlege aber tatsächlich kurz, ob es vielleicht ratsamer wäre, einfach weiter dem Straßenverlauf zu folgen anstatt in den Parque natural abzubiegen.
Was hätte ich verpasst! Der parque natural de la sierra norte de Sevilla, so der offizielle Name, ist in der Tat wunderschön! Ich durchwandere ihn circa drei Stunden lang, mache einen Abstecher zu einer Aussichtsplattform, sehe zwar keine frei laufenden Hirsche aber immerhin eine freilaufende… was eigentlich, eine Ziegenfamilie? Oder ist das ein Steinbock? Keine Ahnung, auf jeden Fall ist es toll! Abgesehen von zwei Radfahrern begegne ich niemandem. Wo sind die ganzen Pilger? Sind sie alle so viel früher als ich aufgestanden, dass ich selbst den langsamsten heute nicht mehr einhole? Oder haben die langsamen das Taxi genommen? Nicht dass ich sie vermissen würde, aber ich hätte schon mit ein paar mehr Pilgern gerechnet. Gegen Ende der Strecke geht es noch mal sehr steil nach oben, man passiert einen weiteren Aussichtspunkt und sieht auf der anderen Seite der Anhöhe zum Greifen nahe Almadén de la Plata liegen.
Gegen 17:30 laufe ich in meiner Pension ein und mache mich alsbald auf den Weg in die gegenüber liegende Bar. Dort sitzen drei Pilgerinnen, die ich noch nie gesehen habe (und auch danach nicht mehr sehen werde). Ich bestelle mir etwas zu essen und wer kommt da zur Tür rein: Andrea und die mir gestern noch unbekannte, sich stretchende Pilgerin. Monica aus Genua, was hab ich gesagt… Sie setzen sich zu mir an den Tisch, als gerade meine Vorspeise serviert wird, Salat, auf besonderen Wunsch ohne Thunfisch. „Oooh, die Preise, die Preise!“ wiederholen die zwei etwa 15 Mal. Gibt es denn kein Pilger-Menü? Keine Ahnung, ich habe nicht danach gefragt. Wo ich denn schlafen würde, fragt Monica. Geht das wieder los. „Schau: Das hier ist mein Urlaub. Ich will meine Ruhe und schaue nicht aufs Geld.“ ist meine Antwort. Nun ist das geklärt und es wird wider erwarten sehr lustig, obwohl die sprachlichen Barrieren bleiben. Monica spricht zwar vermeintlich etwas besser englisch als Andrea, aber Konversation kann man das alles trotzdem nicht nennen. Ich frage sie, ob Genua schön ist, denn ich habe gehört, es sei sehr industriell. Was ich als Antwort bekomme ist eine Geschichte ungefähr folgenden Inhaltes, die ich auch trotz mehreren Nachfragen nicht besser durchleuchten konnte: Die Prinzessin Sia (?) ist an Aids gestorben. Vielleicht war Sia ja aus Genua. So muss sich meine Oma fühlen wenn sie von dementen Heimbewohnern gefragt wird, ob sie noch in ihrem Haus in der Friesenstraße wohnt. Die Antwort ist völlig irrelevant und nach drei Sekunden merkst du das.
Die zwei reden italienisch miteinander, ich versuche zu folgen, lasse aber meinen Blick durch die extrem volle Bar schweifen und bin zufrieden mit dem Glas Rotwein, zu dem mich Andrea einlädt. Die zwei essen irgendwas Fleischiges an kleinen Knochen, essen mit den Fingern, denn solches Essen isst man mit den Fingern, und weil sie Italiener sind, tätscheln sie mich zwischendurch immer wieder an meiner Fleecejacke und ich finde es echt eklig, aber die zwei sind halt auch echt nett. Irgendwann ist das Fleisch aufgegessen, der Rotwein ausgetrunken und Andreas’ Versuchen, uns zum Weiterziehen zu animieren zum Trotz gehen wir heim, ich in mein Hotel gegenüber und die zwei in die öffentliche, dafür kostenlose Herberge. Nachdem Monica heute den Bus genommen hat (aha!) und morgen nur bis Real de la Jara gehen will, glaube ich nicht, dass ich ihr noch mal begegnen werde. Und ob Andrea weiterzieht? Wir werden es sehen.
Heute bin ich echt früh wach. Gut so, denn heute steht die längste Etappe meines diesjährigen Caminos bevor. Gegen halb 8 verlasse ich das Dorf und treffe unterwegs doch tatsächlich zwei weitere, mir bis dahin unbekannte Pilger. Gesprächig sind beide nicht. Selbst mein buen camino wirkt fast übergriffig, so in sich gekehrt sind die zwei, als sich unsere Wege kreuzen. Zu wenig Me-time scheint auf diesem Camino hier ein sehr theoretisches Problem zu sein.
Bis nach Real de la Jara geht es hügelig durch Weiden und Eichenwälder dahin, recht hübsch eigentlich, am Ende des Tages aber auch wenig in Erinnerung bleibend. In Jara steuere ich die einzige Bar des Ortes an und finde sie ganz schrecklich. Anstatt hier etwas zu essen, kaufe ich mir im gegenüber liegenden Supermarkt Bananen und Kekse und ziehe weiter. Der Ort erinnert mich sehr an die Zwischenstation bei meiner Etappe nach Ávila, San Bartholomé de Pinares. Da dachte ich mir auch: Gut, dass ich hier nicht übernachte. Die ortseigene Burgruine ist mir schnuppe, ich mache mich ohne Umschweife auf den Weg. Ich passiere sechs Frauen, die mich in den nächsten 30 Minuten immer mehr einholen, so dass ich beschließe, eine Pause einzulegen, um die lauthals quatschenden Spaziergängerinnen vorbei zu lassen. Zwischendurch passiert mich eine weitere noch nicht gesehene Pilgerin, eine durch ihre orangefarbenen Haare durchaus auffällige. Buen provecho, wünscht sie mir, da ich gerade eine Banane verzehre. Buen camino wünsche ich zurück. Nach fünf Minuten ziehe ich weiter und erreiche alsbald das langsamste Duo der sechs Wanderinnen. Beim ersten Mal habe ich noch versucht zu grüßen, beim zweiten Begegnen kam ihrerseits nichts, diesmal laufe ich an ihnen vorbei, ohne sie eines Blickes zu würdigen. Und auch die orangefarbene Pilgerin sehe ich wieder, diesmal ist es an mir, der Apfel Essenden buen provecho zu wünschen. Buen camino wünscht sie zurück.
Ein Auto kommt mir entgegen und ich denke mir: vielleicht muss das das langsame Duo einsammeln, weil sie es aus eigener Kraft nicht mehr schaffen. Und tatsächlich: als das Auto wenige Minuten später in entgegengesetzter Richtung wieder an mir vorbei fährt, sitzen zwei dicke Frauen auf der Rückbank, die ich an ihrem Dutt erkenne.
Nach etwa zwei Stunden Wanderung durch schöne Landschaft mit viel Weidevieh und zweifelhafter Energie erreiche ich die Autobahn. Die Suche nach Essbarem veranlasst mich dazu, die Raststätte links aufzusuchen, obwohl der Camino nach rechts abzweigt. Es ist brechend voll und das Personal schaut mich mit einem gleichgültigen Was-willst-Du-denn-hier-Blick an. Sogar auf dem Klo ist eine Schlange, also beschließe ich, hier nichts verloren zu haben und gehe wieder. Nur wenige hundert Meter weiter kommt tatsächlich noch eine Raststätte und ich esse eine überteuerte aber sehr leckere Suppe.
Der Weg führt zwischen Autobahn und Landstraße auf einem Trampelpfad durch Eukalyptusbäume entlang. Ich muss echt sagen, dass die Plata extrem gut gekennzeichnet ist. An jedem Abzweig gibt es mindestens drei Pfeile. Selbst wenn man bereits den richtigen Weg eingeschlagen hat und sich noch mal vergewissern will, findet man bestätigende Hinweise. Verlaufen kann man sich hier wirklich nicht.
Nach zwei Stunden weiterer Wegzeit erreiche ich den höchsten Punkt meiner diesjährigen Wanderung, ein Rastplatz in 760 Metern Höhe. Der Blick auf die hügelige Landschaft, die ich heute erwandert habe, ist grandios! Auf der anderen Seite der Anhöhe liegt Monesterio (wieso will ich immer Monteserio schreiben?), Ziel meiner Tagesetappe, die nach 36 km endlich zu Ende geht.
Mein Hotel ist toll! Endlich ein richtiges Hotel und nicht nur eine Pension mit potentiell unbequemen Betten. Ich esse noch einen Happen in der angeschlossenen Bar und verfolge halbscharig ein Fußballspiel des FC Barcelona gegen Vigo, das an der großen Leinwand schräg hinter mir übertragen wird. Ich bin ja nun echt kein Fußball-Fan, aber das Spiel ist wirklich spannend. In der ersten Halbzeit fallen fünf Tore, auf jedes Tor des FCB folgt ein Tor aus Vigo, was die volle Bar jedes Mal zum kollektiven Jubel animiert. FC Bayern und FC Barcelona teilen neben der Initialen vermutlich das gleiche Schicksal: international gehören sie zu den ganz wenigen Mannschaften Ihres Landes, die es echt drauf haben. National sind sie weitgehend unbeliebt und egal gegen wen sie spielen, das Publikum ist für den Gegner, allein schon aus Sympathie für den Underdog. Ich esse meinen Nachtisch auf und gehe vor Ende der zweiten Halbzeit ins Bett. Das Spiel endet 4:2 für den FCB.
Nach der langen Etappe gestern habe ich heute läppische 20 km vor mir. Ich stelle keinen Wecker sondern wache auf, wenn ich aufwache, nämlich um 7 Uhr. Wen sehe ich denn da beim Blick aus meinem Fenster: die orangefarbene Pilgerin. Na die ist aber früh unterwegs. Ich stresse mich nicht sondern lasse es heute gemütlich angehen, frühstücke in Ruhe und verlasse erst gegen halb zehn das Hotel.
Der Weg heute ist wieder sehr schön, verläuft durch weitläufige Weiden mit schwarzen Schweinen, Rindern und jeder Menge Schafe. An einem Gatter will ich mir die herumliegenden Schweine genauer anschauen, grüße wie immer freundlich („Hallo Schweinis!“) und stelle mich ans Tor. Schweine sind ja sehr neugierige, kluge und gesellige Tiere. Die ersten zwei setzen sich in Bewegung, der Rest folgt und dann stehen alle vor mir am Gatter. Vielleicht denken sie, ich hätte ihnen was zu essen mitgebracht? Sie riechen auffällig gut, sofern Schweine gut riechen können. Vermutlich liegt das an ihrer Ernährung, die zum guten Teil aus Eicheln besteht und auch zu ihrer dunklen Hautfarbe führt. Oder auch an der Tatsache, dass diese hier sich nicht im Schlamm suhlen sondern entspannt unter Eichen im Gras rumliegen?
Von hinten nährt sich ein Radpilger. „Nicht erschrecken!“ ruft er mir zu. Na klar, das ist der gleiche wie gestern, der mir buen camino gewünscht hat, als ich auf der linken Straßenseite entlang gelatscht bin. Plötzlich war er direkt neben mir, völlig unerwartet, hab ich mich erschrocken! Manuel, 67 aus Katalonien. Er ist nun in Rente, also radelt er durchs Land, so lange es ihm noch gut geht. Bis nach Santiago will er radeln und dann wieder heim. Eine nette kleine Begegnung. Insgesamt begegne ich heute weiteren fünf Pilgern, allerdings sind die alle in umgekehrter Richtung unterwegs. Alle wandern nach Sevilla. Vermutlich bin ich wieder die Nachhut meiner „Gruppe“. Ich treffe jedenfalls niemanden mehr, weder unterwegs noch am Zielort.
Der Weg durchquert eine sehr weitläufige, offene Schafweide. Am Eingang liegt ein Labrador, hebt kurz den Kopf um mein Gefahrenpotential abzuschätzen, kommt zu dem Schluss, das von mir keine bösen Absichten zu erwarten sind, und döst weiter. Weiden und Eichen enden und die Landschaft verändert sich grundlegend. Plötzlich finde ich mich zwischen endlosen, abgeernteten Feldern wieder. Alle paar Kilometer mal ein Bauernhof, ein paar Solarfelder, ansonsten gibt es nun nichts Schattenspendendes mehr. Immerhin ist die Aussicht grandios! Ist das dort ganz hinten der Gebirgszug, der meine geliebte Serena nach Süden hin umfasst? Sieht jedenfalls so aus.
Ich komme in meinem Hotel an, einer ehemaligen Fabrik in einem eindrucksvollen Gebäude. Bestimmt spukt es hier, es gibt mir jedenfalls American Horror Story Vibes. Ich esse ausgezeichnet zu Mittag und lege mich dann ein bisschen schlafen, stelle aber den Wecker auf 18 Uhr, denn ich will mir das Museum von Francisco de Zurbarán anschauen, einem spanischen Maler, der hier in Fuentes de Cantos geboren wurde. Nicht dass ich von ihm gehört hätte, mit Malerei kenne ich mich eh nicht sonderlich aus. Google sagt mir, dass in der 1838 gegründeten spanischen Sektion des Louvre 80 der insgesamt 450 spanischen Gemälde von Zurbarán waren. Wenn das nichts ist! Wenn derlei Kultur meinen Jakobsweg kreuzt, wie könnte ich sie dann ignorieren? Während ich mit Oma telefoniere, mache ich mich also auf den Weg zum Museum, finde es aus eigener Anstrengung nicht, frage eine Passantin und bekomme die Information: Ja, das hat zu. Aber ich kann anrufen und einen Besichtigungstermin vereinbaren. Zu dumm, morgen bin ich wieder weg.
Statt ins Museum gehe ich in eine Bar, sitze draußen, es ist eigentlich sehr nett, aber die Dorfjugend verursacht mir mit ihren minütlich vorbei rauschenden, höllisch knatternden Mofas Kopfweh. Also zahle ich und trinke noch einen Wein in der Bar meines Hotels. Beim Versuch, über die Website rauszukriegen, welche Art Fabrik hier früher war, sehe ich tolle Fotos anderer Zimmer und denke mir: FUCK, wieso habe ich nur nach der Pilgerrate gefragt? Beim nächsten Mal will ICH das Prinzessinnenzimmer im dritten Stock! Für heute muss meine abgenutzte Matratze, die mir bereits beim Nickerchen Rückenschmerzen verursacht hat, allerdings ausreichen.
Die Nacht verläuft äußerst unruhig, denn neben spät heimkommenden lärmenden Gästen war es eine Mücke, die mich mehrfach aus dem Schlaf reißt. Wer hätte gedacht, dass ich mein Mosquito-Spray letztlich im Hotelzimmer benutzen würde, aber das Einsprühen der freiliegenden Körperteile hat mir das Insekt für eine gewisse Zeit vom Hals gehalten und mir auf diese Weise immerhin circa 90-minütige Ruhephasen verschafft. Dann kam es wieder angebrummt und das Spiel ging von vorn los.
Die Strecke verläuft weiter wie gestern über Felder, moderat hoch und runter, wenig spannend. Insgesamt treffe ich heute vier Pilger, alle auf dem Weg in Richtung Sevilla. Ist nur mir so warm? Während ich spätestens ab halb elf nur noch in Tshirt und sowieso die ganze Zeit in kurzer Hose unterwegs bin, tragen meine Pilgerfreunde durchweg lange Hosen und dicke Jacken. Teilweise haben sie sich sogar die Kapuze über den Kopf gezogen. Dabei hat es über 20 Grad im Schatten und von dem gibt es hier ohnehin nur sehr wenig.
Gegen 15:30 Uhr laufe ich in Zafra ein und mache erstmal Station in einem Restaurant, bevor ich zu meinem Hotel weiterziehe. Die nette Rezeptionistin erklärt mir beim Einchecken anhand der Stadtkarte die Sehenswürdigkeiten. Im Parador lässt man mich eventuell sogar auf den Turm, wenn ich noch vor Sonnenuntergang da bin. Hm, dann sollte ich direkt nach der Dusche hin. Soweit die Theorie. In der Praxis schlafe ich weit über eine Stunde und wache erst auf, als die Sonne schon fast weg ist. Ich klappere die Punkte auf meiner Karte ab, was insgesamt kaum länger als 30 Minuten dauert, denn Zafra ist sehr überschaubar, und gehe dann zum Parador. Man kann ja sein Glück mal versuchen. Eine sehr nette Bar haben sie im Innenhof, hier gibt es bestimmt Roséwein. Ich trinke zwei Gläser und frage beim Zahlen, ob man auch auf den Turm kommt. Der wird seit Wochen renoviert, da kann man nicht hoch momentan. Na dann hab ich ja alles richtig gemacht.
Ich checke die lokalen Restaurants und stelle fest, dass das in meinem Hotel die beste Bewertung hat. Da ich vorhin auf der Speisekarte eh schon einen ansprechenden Salat entdeckt habe, warum nicht dort essen? Ich gehe also wieder zum Hotel, mittlerweile ist es fast neun. Der Kellner führt mich gleich an einen Tisch, der schon für mich eingedeckt sei. Ich erfahre, dass meine Buchung Halbpension beinhaltet. Ich kann mich nicht erinnern, so etwas gebucht zu haben, die Rezeptionistin checkt das noch mal und ich checke parallel auf Booking. Aber es stimmt: ich habe Halbpension. Zudem gibt es hier sogar das gute dunkle Bier 1906. Schwarzbier ist rar gesät in Spanien und 1906, oder wie man es hier nennt mil nueve, kommt dem zumindest sehr nahe. Die Reihenfolge beim Betreten einer Bar nach dem Vorhandensein der Getränke ist immer folgende: Roséwein? Nein? Dunkles Bier? Nein? Nicht mal mil nueve? Nein? Dann einen Weißwein. (Apropos: gestern hab ich für zwei Weißwein und eine Tüte Chips gerade mal 4 Euro gezahlt!) Heute gibt es jedenfalls alles, und als ich der Kellner mir sagt, dass ich anstelle des Nachtischs auch einen Likör haben kann, bestelle ich mir noch einen Baileys. Er kommt üppig eingeschenkt mit Eiswürfel im Whiskeyglas. Alkoholische Wünsche bleiben heute keine offen.
Aus Zafra raus geht es vorbei an einer hübsch gekachelten Apotheke sowie der Torre de San Francisco, dem Turm eines ehemaligen Klosters, erst bergauf und dann bergab ins Nachbardorf Los Santos de Mailoma, wo ich meine Wasservorräte auffülle. Der Weg ist recht unspektakulär, geht im wesentlichen über Felder und durch Olivenhaine. Schöne Aussichten bieten sich heute kaum. Es ist insgesamt eine wenig aufregende Strecke.
Villafrana de los barros, das ich gegen 14 Uhr erreiche, ist jedoch recht charmant. Mein Hotel ist toll! Der Rezeptionist entschuldigt sich beim Einchecken für den Baulärm vor der Tür - Baustelle, was willst du da machen - und gibt mir ein Zimmer ganz am Ende des Ganges (mal nicht direkt am Aufzug!) im 3. Stock. Ich esse direkt auf der Terrasse meines Hotel zu Mittag, und während ich da so sitze, läuft eine kleine Vierergruppe Pilger an mir vorbei. Zwei davon kenne ich: den Asiaten und die Orangefarbene Pilgerin. Die anderen beiden nicht. Wohin gehen die denn? Die Herbergen sind doch woanders und auch der Camino geht hier nicht lang. Vielleicht nehmen sie den Bus nach Almendralejos? Oder sie haben sich eine Ferienwohnung genommen (unwahrscheinlich). Da mich niemand erkennt, wie ich da sitzend mein Steinpilzrisotto verdrücke, erfahre ich es nicht. Ich drehe noch eine Runde durch das Dorf, und chille ein bisschen, bevor ich später am Tag nochmal das Risotto bestelle. Es war aber auch lecker!
Ab morgen soll es regnen. Ich hatte mir daher schon überlegt, heute bis nach Almendralejos zu wandern, um morgen bis nach Mérida zu kommen. Und wäre mein Hotel in Villafranca nicht so hübsch, hätte ich es vielleicht gemacht. So aber bleibe ich heute, wo ich bin und genieße die Annehmlichkeiten.
Über Nacht kam mit dem Sturm der Regen. Er hat an mein Fenster gepeitscht und mich mehrmals aus dem Schlaf gerissen.
Heute erwarten mich 26 km, daher habe ich es nicht eilig los zu kommen, hinaus wo es ungemütlich ist. Ich starte gegen 9, denn da macht der Sparmarkt auf, in dem ich noch Wasser und Gebäck kaufe. Die Kassiererin ist extrem nett und gutgelaunt. Heute bringt mich der Wind ans Ziel, sage ich zu ihr. Der kommt zum Glück aus Süden, ich habe ihn also die ganze Zeit über im Rücken. Er ist so stark, dass ich teilweise wirklich ins Laufen komme, weht mich nach links und rechts und ich bin froh, dass mir meine Wanderstöcke Stabilität verleihen. Auch regnet es nicht pausenlos, sondern immer nur schauerartig und meist nicht allzu stark. Wenn es so bleibt, lässt sich die Etappe einigermaßen meistern.
Heute Abend erwartet mich in Torremejia ein Hotel, auf das ich wenig Lust habe. Allein die Kontaktaufnahme war denkbar schwer: zwar gibt es eine Homepage und ein Kontaktformular, aber eine Antwort erhält man nicht. Auch nicht beim zweiten Versuch. Auch nicht, wenn man eine Email schreibt. Hilft nur noch anrufen, einmal, zweimal, bis beim dritten Versuch endlich jemand rangeht und die Reservierung entgegen nimmt. Nach der vergangenen Nacht hab ich keine Lust auf Pension mit durchgelegenen Matratzen. Und wenn ich bis nach Mérida laufe? Ich checke auf booking, ob mein 5-Sterne-Schuppen von morgen noch eine Nacht vorher etwas frei hat. Hat er, und sogar zu einem erstaunlich guten Preis. Hm, naja, ich kann ja entscheiden, wenn ich im Torremejia ankomme. Je nachdem, ob ich dann noch weitere 16 km schaffen würde oder nicht, bleibe ich dort oder laufe weiter.
Nun, da ich um die Verfügbarkeit des Zimmers weiß, kreist der Gedanke, heute noch in Mérida anzukommen und morgen einen ganzen freien Tag zu haben, unentwegt in meinem Kopf. Schön wäre das ja schon. Morgen soll es doch außerdem gewittern, das ist doch gefährlich! SILENCE, i‘ve made a decision, sage ich zu mir. Ich checke noch mal booking, das Zimmer ist noch zu haben, und reserviere.
Mit ganz neuem Elan trotze ich jetzt Wind und Wetter. Mit der Aussicht auf ein Luxusbett läuft es sich fast von alleine. Mir kommen Pilger entgegen und ich denke mir, die Armen, müssen gegen den Wind laufen. Der Weg geht über zehn km schnurgerade an Almendralejos vorbei, was aus der Entfernung nicht sonderlich einladend aussieht. Nach meinen Berechnungen müsste ich gegen 20 Uhr in Mérida ankommen. Hätte ich mir das gestern Abend schon überlegt, hätte ich heute nicht so getrödelt sondern mich beizeiten auf die Socken gemacht. Naja, ist nicht mehr zu ändern.
In Torremejia wollte ich eigentlich eine Mittagspause einlegen, aber da die Restaurants alle einen Umweg von 500 Metern bedeuten würden, suche ich mir ein geschütztes, halbwegs trockenes Plätzchen und esse Kekse und Lakritze. Wasser hab ich auch viel zu wenig getrunken heute. Sollte ich in dem Hostal anrufen um Bescheid zu sagen, dass ich doch nicht komme? Würde ich eigentlich machen, da die Kontaktaufnahme allerdings so schwierig war, entscheide ich mich dagegen.
Die letzten 16 km beginnen, und führen nach kurzer Zeit auf die N-630, eine mäßig befahrene Landstraße direkt neben der stark befahrenen Autobahn. Es wird langsam dunkler, in meinem blauen Ponche sollte ich aber grundsätzlich ganz gut zu sehen sein, hoffe ich. Ab und zu hupt jemand und ich denke mir: was willst du? Mir buen camino wünschen? Mir signalisieren: Steig ein? Mir sagen: Vorsicht, hier komme ICH? Ich erschrecke mich jedes Mal.
Irgendwann geht der Weg dann tatsächlich wieder weg von der Straße zurück auf einen Feldweg. Zu dumm, dass es ausgerechnet jetzt anfängt aus Kübeln zu schütten. Geregnet hat es seit Torremejia schon die ganze Zeit. Unter den Poncho hab ich mir für besseren Schutz gegen Nässe und Kälte längst die Regenjacke gezogen. Hier ist nun der Starkregen, der mich bisher noch verschont hat, pünktlich zum Verlassen des Asphalts. Ich weiß kaum, wo ich hintreten soll, so nass, schlammig und rutschig ist alles. Mittlerweile ist es auch dunkel geworden. Pfeile erkenne ich keine mehr. Mit dem Rest Sehvermögens, den man ja auch bei Dunkelheit noch hat, mache ich den Weg vor mir aus. Ich bin eh schon nass bis auf die Knochen, da spielt es auch keine Rolle mehr, ob ich in die nächste Pfütze trete. Der heutige Tag hat nochmal alles bereit behalten, worauf man beim Camino so gar keinen Bock hat: Regen, Wind, lange gerade Strecken, völlig durchnässte Wege und dabei wenig Aussicht auf über 40 zu laufenden Kilometern.
Um 19:45 Uhr hab ich es endlich geschafft und komme in meinem Hotel an, einen Tag eher als geplant. Ich esse direkt im Hotel zu Abend, bestelle Nudeln mit Pesto und Pilzen, bekomme stattdessen Bolognese denn Pesto ist aus, und leg mich schlafen.
Ein ganzer Tag in dieser tollen Stadt: was für ein Luxus! In meinem Reiseführer steht, dass manche Pilger hier keine Rast machen sondern weiterlaufen zum nächsten Dorf. Jeder hat seine eigenen Motive für den Camino. Meine sind immer auch, sich die schönen Orte anzuschauen, durch die man andernfalls nie gekommen wäre. Wer Mérida links liegen lässt, ohne sich hier umzuschauen, der ist wirklich selbst Schuld, wenn er am Ende die besten Dinge verpasst.
Das Wetter ist aktuell, naja, relativ schön, daher starte ich direkt nach dem Frühstück gleich mit dem Amphitheater, meiner Meinung nach die schönste Sehenswürdigkeit von Mérida. Als ich ankomme, fängt es an zu regnen, hört bald wieder auf und für ein paar Minuten bin ich der einzige Gast in der Arena. Fotos ganz ohne Touristen, das kommt hier sicherlich auch höchst selten vor. Ich besuche auch das Haus des Amphitheaters, Überreste eines stattlichen römischen Anwesens, sowie die Ruinen zweier Therme.
Im Haus des Amphitheaters lese ich folgenden von Cicero stammenden Spruch: Das Leben der Toten findet nur in den Erinnerungen der Lebenden statt. Cooler Spruch, denke ich mir. Und kurz danach: stimmt nur nicht. Die Leben wurden doch gelebt, egal ob sich jemand daran erinnert oder nicht. Außerdem können Erinnerungen verloren gehen. Was dann, hat dann das Leben niemals stattgefunden? Natürlich hat es das! Es ist völlig egal, ob sich jemand an ein gelebtes Leben erinnert oder nicht, selbst ob ich mich eines Tages selbst noch an mein Leben erinnern kann oder nicht. Mein Leben wurde gelebt.
Am Horizont kündigen sich die nächsten Unwetter an. Also gehe ich erstmal zurück ins Hotel, wo es ein ausgezeichnetes Mittagsmenü gibt, und verbringe die nächsten zwei Stunden im Trockenen, während draußen ein schweres Gewitter immer wieder neue Fahrt aufnimmt wenn man meint, das Schlimmste sei überstanden.
Gegen halb 5 klart es auf. Da ich ja nun das Kombiticket für diverse Sehenswürdigkeiten erworben habe, schaue ich mir auch die Alcazar und das Haus des Mitro nochmal an. Auf dem Weg dorthin treffe ich doch tatsächlich die orangefarbene Pilgerin nochmal. Sie ist in Begleitung von Pepe, eines weiteren Pilgers und es ist das erste Mal, dass wir uns ein bisschen unterhalten. Martine ist ihr Name, unüberhörbar ihr französischer Akzent. „Er hat es immer eilig.“ sagt sie über mich zu Pepe und ich ärgere mich darüber. Wie kommt sie darauf? Sie hat mich einmal gesehen, als ich am Wegesrand saß und gegessen habe und kurz danach, als sie am Wegesrand gegessen hat, danach nicht mehr. Wieso ärgert es mich überhaupt, was sie sagt? Ich weiß schon, wieso ich lieber mit Schweinen und Schafen rede.
Das nächste Gewitter verbringe ich in einer überdachten Bar. Das Wetter wird irgendwie nicht mehr besser, morgen soll es komplett durchregnen. Ich bleibe hier sitzen, bis es fast Zeit ist, wieder ins Bett zu gehen. Das war doch ein sehr schöner Tag heute den ich so gar nicht eingeplant hatte.
Um neun Uhr geht der Zug nach Madrid. Auf der Fahrt sehe ich das ganze Ausmaß der nach wie vor anhaltenden Regenfälle. Wie soll man da überhaupt noch wandern? Ich hatte ja anfangs überlegt, bis nach Cáceres zu laufen. Ein Glück, dass ich mich anders entschieden habe. Es wäre vermutlich das erste Mal gewesen, dass ich meinen Camino vorzeitig hätte abbrechen müssen. Meine Schuhe sind an meinem letzten Wandertag klitschnass geworden und leider in der Zwischenzeit nicht getrocknet, so dass sie nun recht unangenehm riechen, was mir im Zug echt peinlich ist, dank der guten Belüftung allerdings kaum auffällt. Irgendwo auf der Zugfahrt überquere ich den camino levante. Es wäre mir vermutlich überhaupt nicht aufgefallen, denn die Landschaft ändert sich oberflächlich nur geringfügig. Aber als wir in Torrijos eine Halt machen denke ich mir: das kenne ich doch! Hier hab ich doch meine erste Nacht nach auf der Strecke Toledo - Zamora verbracht! Wie nett!
In Madrid angekommen gehe ich direkt zum Mc Donald´s, denn es regnet und mein Zimmer ist noch nicht bezugsfertig. Das ungesunde Essen, das so gar nichts mit dem zu tun hat, was mein Körper die letzten zehn Tage bekommen hat, verschafft mir einen wunderbaren Mittagsschlaf, bevor ich abends eine Karte im Teatro del Canal habe, wo ich mir wieder eine Aufführung Modern Dance im Rahmen eines Tanzfestivals anschaue. Es ist toll! Danach schlendere ich noch ein bisschen durch die Innenstadt, kaufe mir im Corte inglés eine neue Hose und gehe wider anderslautenden Plänen früh schlafen.
Am Flughafen am nächsten Tag werde ich wie fast jedes Mal in Madrid im Rahmen einer Kurzumfrage befragt, wie viele Tage ich in Spanien war. Auf die Frage, wo ich am längsten war, muss ich kurz überlegen: Mérida. Hier habe ich als einzige Stadt zwei Nächte verbracht.
Und das Fazit? Mit acht (statt neun) Wandertagen und 220 gelaufenen Kilometern war der Camino einer der kürzeren. Die gelaufene Strecke war landschaftlich allerdings sehr abwechslungsreich. Alle zwei bis drei Tage ändert sich die Landschaft komplett. Ich habe weniger Pilger getroffen als erwartet, obwohl scheinbar mehr unterwegs waren, als ich gesehen habe. Pepe hat mich mit einem australischen Pilger verwechselt. Den hab ich nie gesehen, Pepe ja auch nicht. Auf jeden Fall werde ich die Plata weiter laufen bis nach Zamora. Wann? Keine Ahnung, das findet sich dann. Die Beendigung der Lana steht ja auch noch auf dem Programm und der Norte würde mich auch mal reizen ebenso wie die Umrundung Menorcas. Mal schauen. Ich habe keine Eile. Jetzt geht es wieder nach Hause, wo bald Mariah Carey aus dem Radio dudelt und für nächste Woche der erste Schnee angekündigt ist. Ich freue mich schon drauf!
Felix (Samstag, 16 Mai 2026 14:23)
Hi Torsten,
Toller Blog! Lese gerade den Bericht über die Via de la Plata, wirklich fast so gut wie „Ich bin dann mal weg“!
Tatsächlich reizt mich dieser Weg am meisten. Mal sehen wann ich das mal an-gehe.
Alles Gute
Mario Viggiani (Mittwoch, 10 Dezember 2025 13:47)
Hallo Torsten,
deine Beiträge über den Jakobsweg sind wirklich spannend – einfach großartig!
Der Jakobsweg ist in seiner ganzen Vielfalt etwas ganz Besonderes.
Ich hätte eine Frage: Hättest du Lust, für meine Seite www.jakobsweg.pro
einen Gastbeitrag zu schreiben oder ein kleines Interview zu geben?
Ich würde mich riesig freuen! Natürlich inkl. 1–2 Fotos von dir sowie einer entsprechenden Verlinkung auf deine Seite. Das wäre sicher für alle Beteiligten ein Gewinn.
Viele Grüße aus Karlsruhe,
Mario
www.jakobsweg.pro
Klaus (Montag, 17 Februar 2025 13:41)
Super spannend zu lesen. Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht aber du hast das so sehr schoen ausgedrückt und beschrieben. Danke
Eine kleine Frage. Thema Hunde. Wie bist du damit umgegangen?
Cornelia Brachmann (Sonntag, 09 Februar 2025 15:39)
Lieber Torsten
Danke für diesen wunderschönen Blog .
Ich war voll dabei .
Ich werde im Mai 2026 diesen Weg München/Lindau genießen.
Ich freue mich schon riesig darauf .
Vorher gibt es noch einen 50km Marsch .
Ich wünsche dir einen wundervolle Pilgerzeit .
Herzliche Grüße aus Berlin.
Conny
Fermate (Freitag, 18 Oktober 2024 14:12)
¡Enhorabuena! Offenbar etwas durchgeweicht aber angekommen. Viel Freude an der grandiosen Stadt Cuenca!
Fermate (Mittwoch, 16 Oktober 2024 21:04)
Es gibt noch so viel großartig spanische Musik für Regen-Märsche: "Noches en los jardines de España" von de Falla.
"La oración del torero" von Turina.
Von Rodrigo auch "Fantasía para un gentilhombre" oder das "Concierto andaluz".
Wenn es etwas Älteres sein soll: Arriaga, Sinfonie D-Dur.
Granados, Danzas españolas.
Albéniz, "Recuerdos de Viaje", Suite española u.a.
Die Königin (Dienstag, 15 Oktober 2024 22:34)
Lieber Torsten, dieses Mal scheint Dein Camino ein ständiges Auf und Ab zu sein, und das nicht nur geographisch! Es sind einige wunderschöne Ort- und Landschaften dabei, und die nicht so schönen hast Du uns ja erspart.
Als ich Aranjuez gelesen habe, musste ich sofort an das Concierto denken und war etwas überrascht, dass Du es noch nicht kanntest. Ein schönes Stück Musik!!
Genieße die restlichen Tage.
Die Königin (Samstag, 05 Oktober 2024 17:18)
Buen camino mein Lieber,
bisher liest such Dein Blog sehr gut, aber Du bist ja noch keinen Meter auf dem Camino gewandert… wie ich Dich kenne, wirst Du jede Herausforderung meistern. Ganz viel Spaß und schöne Eindrücke, und nicht vergessen zu berichten, wie Dein Ausflug ins Nachtleben von Alicante war
Michael (Sonntag, 26 November 2023 11:48)
Servus und schön das ich über Dich, bzw. über Deinen Blog auf der Suche nach einer Unterkunft in Granada, gestolpert bin. Liest sich toll und einsamer als ich gedacht habe - hoffentlich sind ein paar Pfeile seit Deinem Besuch hinzugekommen, wenn schon niemand zum nach dem Weg fragen da ist. Appropos reicht mein Spanisch über die Bier-Bestellung leider nicht hinaus, daher mag ich es gerne online Unterkünfte zu buchen. Ist booking.com das Maß der Dinge oder kannst Du Alternativen empfehlen? Dein „Büchlein“ ist das gelbe von 2017? Grüße vom Ammersee, Michael
Ronny (Freitag, 22 September 2023 09:49)
Ich liebe deinen Blog und sauge die Informationen auf , für meinen nächsten Caminio …
Jürgen (Sonntag, 06 November 2022 09:40)
Mein lieber Wanderfreund, hast Du Dir inzwischen neue Wanderschuhe gegönnt? Deine sind ja weiß Gott inzwischen mehr als genutzt…
So wie bei mir die Hochsitze, scheinen wohl bei Dir das Burgen erklimmen ein Motto zu sein:-)
Weiterhin ganz viel Spaß!!! �
Jürgen (Sonntag, 30 Oktober 2022 02:48)
Mein lieber Wanderfreund,
Dein Blog liest sich wie immer so gut dass man meint, man läuft mit. Genieße den Weg!
Jürgen (Montag, 09 März 2020 18:13)
It has begun.
Dein Blog liest sich wie immer sehr gut und ist amüsant und interessant. Ich hoffe, Deinem Magen geht’s schon besser.
Die App auf insta, die den Weg beschreibt ist ja genial!! Bitte mehr Infos darüber.
Helmut (Freitag, 06 März 2020 17:10)
Na dann wünsche ich wunderschöne Wandertage!
Busserl darf ich ja nicht wegen Corona.
Jürgen (Freitag, 06 März 2020 09:25)
Buen camino!!! Wenn der Mozárabe noch einsamer ist als die Via de la Plata, wirst Du wahrscheinlich gar niemanden treffen!!! Aber dann kannst Du das wunderschöne Andalusien und die Extremadura noch besser genießen �
Helmut (Dienstag, 18 Juni 2019 20:50)
Lieber Torsten,
liebe Grüße von dem Helmut mit dem der Jürgen in Varna war. Da ich heute Zeit habe und auch a bisserl gewandert bin (am Mosel Camino), dachte ich, nun schau doch mal was der Torsten so schreibt. Und, ich sag nur PRIMA! Sehr schöne Bilder, lustig das Ganze. Ich freu mich auf Karlsruhe, Busserl und bis bald!
Jürgen (Sonntag, 19 Mai 2019 09:10)
Mein lieber Pilgerfreund, was habe ich mich über deine letzten Einträge amüsiert!!! Im Frühstücksraum meines Hotels in Varna sitzend (ich besuche gerade Jochen und Helmut) haben sich die Leute einige Male zu mir umgedreht, weil ich lauthals loslachen musste... so schön und unterhaltsam geschrieben! Und der eine oder andere Ort kam mir bekannt vor. Ein gutes Grfühl, mitreden zu können.
Genieße Deine letzten Tage.
Jürgen (Dienstag, 14 Mai 2019 19:10)
Hi Torsten, Dein Blog liest sich wunderbar und amüsant. Einige Bilder kamen mir sehr bekannt vor... wie es scheint, genießt Du die Zeit alleine auch, vor allem bevor Du Deine Zeit mit jemandem langweiligen verbringst/vergeudest :-)
Weiterhin Buen Camino!
Jürgen (Mittwoch, 31 Oktober 2018 00:07)
Lieber Torsten, danke für diesen wunderbaren Blog, den ich außerordentlich genossen habe! Einige Dinge konnte ich aus eigener Erfahrung nachvollziehen, aber es waren trotzdem viele neue Aspekte dabei. Oft habe ich Dich beneidet, weil ich gerne anstatt einem langweiligen Meeting lieber schnaufend bergauf gewandert wäre...
Ich freue mich auf unser Wiedersehen, verbunden mit einem persönlichen Bericht!!!
Jürgen (Freitag, 19 Oktober 2018 07:58)
Lieber Herr Tostada, Du scheinst ja wirklich der einzige Pilger auf diesem Weg zu sein. Meine Theorie ist, dass das kleine Zicklein dies erkannt und gemeint hat, Dir Gesellschaft leisten zu müssen, damit Du nicht so alleine bist...
Die Bilder sind wunderschön.
Torsten (Sonntag, 14 Oktober 2018 07:48)
hi Jürgen! Danke schön für deine rege Teilnahme hier! Ich nehme an, es gibt mehr als ein Padrón. Villamayors gibt es z.B. auch überall. Mein Padrón war ganz winzig klein, direkt hinter Fonsagrada. Liebe Grüße!
Jürgen (Sonntag, 14 Oktober 2018 00:09)
Deine letzten Etappen hören sich ganz schön heftig an! Aber die Bilder sind traumhaft, und deshalb scheint es sich mehr als gelohnt zu haben. Durch Padrón bin ich auch gelaufen, deshalb verstehe ich Deinen Streckenverlauf nicht ganz...
Jürgen (Mittwoch, 10 Oktober 2018 23:55)
Haha!!!! Ich kann es so nachvollziehen was Du schreibst... die Bilder sind toll, die Landschaft schaut wirklich traumhaft schön aus.
Anke Wagner (Dienstag, 09 Oktober 2018 00:06)
Hallo Torsten, das klingt doch nach einer super ersten Etappe,macht Spaß von Dir zu lesen. Weiterhin viele nette Begegnungen, unvergessliche Erfahrungen und dass sich das nordspanische Wetter von seiner besten Seite zeigt �.
Achja und wenn Du irgendwann den Camino del Norte gehst,melde Dich bitte unbedingt,da kommst Du fast an meiner Haustür vorbei.
Alles Liebe und mucho animo!!
Jürgen (Montag, 08 Oktober 2018 23:49)
Brilliant! Ich liebe es. Es kommt mir irgendwie bekannt vor. Du schreibst toll, ich musste einige Male laut loslachen.
Jürgen K. (Sonntag, 07 Oktober 2018 11:41)
Buen camino Torsten! Ich wünsche Dir wieder viele schöne Eindrücke und tolle Begegnungen. Und freue mich auf Deine Berichte.